3 bewährte pflanzliche Hausmittel bei Erkältung

Zuletzt aktualisiert am 31.03.2025 | Heilkräuter

Gerade am Ende des Herbstes, wenn die Tage kürzer werden und Sonnenschein rar wird, schwappen die ersten großen Erkältungswellen wieder über uns hinweg. Pflanzliche Hausmittel sind seit Generationen bewährte Helfer, die Symptome lindern und den Körper auf sanfte Weise unterstützen. In diesem Artikel stelle ich dir drei einfache, aber effektive Hausmittel vor, die dir bei Husten, Schnupfen und Halsschmerzen helfen können.

Was versteht man genau unter einer Erkältung?

Erkältung ist ein Sammelbegriff für eine Infektion der oberen Atemwege. Diese umfassen Nase, Nasennebenhöhlen und Rachenraum. Auslöser sind meistens Viren, gelegentlich sind jedoch auch Bakterien die Verursacher. Typische Symptome sind Schnupfen, Husten oder Halsschmerzen. Die Abgrenzung zum grippalen Infekt ist fließend und oft werden beide auch sprachlich gleichgesetzt. Letzterer geht in der Regel zusätzlich mit Fieber einher.

Hier lässt sich mit Heilpflanzen schnell und zuverlässig eine Linderung der Symptome erreichen und die Heilung wird unterstützt.

 Die (echte) Grippe oder Influenza ist dagegen eine schwere Erkrankung, die unbedingt von einem Therapeuten behandelt werden muss und nicht für die Selbstbehandlung geeignet ist. Natürlich kann man die Behandlung mit Naturheilmitteln unterstützen.

Welche Hausmittel für Erkältung auf Pflanzenbasis gibt es?

Die Natur bietet viele hervorragende Heilstoffe, die sie uns auch noch wunderschön in Blüten und Blättern verpackt anbietet. Sehen wir einmal die Liste der Erkältungskrankheiten durch und schauen, was uns für pflanzliche Möglichkeiten geboten werden:

Husten – ein Sirup für den Hustenreiz

Bei Husten gibt es viele bewährte Hausmittel, so z. B. den Zwiebelsirup, ein altes, traditionelles Rezept, das schon unsere Urgroßmütter kannten.

Die Zwiebel kennen viele nur als Gemüse in der Küche. Dabei stecken so viele Superkräfte in ihr. Bei Erkältungen wirkt sie entzündungshemmend, hat eine antibiotische Wirkung, löst den Schleim in den Bronchien und hilft, diesen abzuhusten.

Zwiebel hilft bei Erkaeltung

Die Zubereitung ist denkbar einfach: 

  1. schneide eine Zwiebel möglichst klein,
  2. schichte die Zwiebelstückchen abwechselnd mit Zucker oder Honig in ein Gefäß und decke dieses gut ab.
  3. Nach einigen Stunden hat sich ein Saft gebildet, der nun mehrmals täglich teelöffelweise eingenommen wird – am besten pur. Passende Erkältungstees sollten besser separat eingenommen werden, um die Inhaltsstoffe nicht durch das kochende Wasser zu zerstören.

Tipp: Je nach Zwiebel kann es manchmal zu einem sehr intensiven Zwiebelgeruch in der Küche kommen oder wo du den Zwiebelsirup aufbewahrst. Dies wird dann aber gerne hingenommen, da man die wohltuende Wirkung rasch spürt. Achte darauf, dass du keine Zwiebelstückchen auf deinem Löffel hast – diese sind natürlich unbedenklich, aber die meisten mögen die Haptik im Mund nicht. Und denk daran, die nächste Portion Zwiebelsirup anzusetzen. 

Und als letzter Hinweis, wenn du dich jetzt fragst, wie das denn schmecken soll – ganz anders, als es ggf. riecht. Der Geschmack ist würzig-süß, bisschen wie ein Kräuterbonbon. Ich habe noch kein Kind und keinen Erwachsenen erlebt, die den Geschmack nicht mochten.

Schnupfen – Inhalieren befreit die Nase

Wenn die Nase dicht ist, hilft dir Inhalieren, um deine Symptome zu lindern und den Kopf buchstäblich wieder freizubekommen. Thymian ist hier eine gute Wahl – er wirkt u. a. keimtötend, schleimlösend und auswurffördernd. Zum Inhalieren bereitet man einen starken Thymiantee zu oder gibt in eine Schüssel mit ca. 1 l kochendem Wasser 2–3 Tropfen des ätherischen Öls oder fügt dem Wasser 1–2 EL getrocknetes Thymiankraut zu.

Anleitung zum Inhalieren mit Thymian

Grundsätzlich benötigst du nur eine Schüssel mit kochendem Wasser, Thymian oder dessen ätherisches Öl und ein großes Handtuch.

  1. Gieße heißes Wasser in eine geeignete Schüssel, füge Thymian dazu und beuge dich über die Schüssel, um die Dämpfe einzuatmen. Das Handtuch wird über den Kopf gelegt, um zu verhindern, dass die Dämpfe in die Raumluft entweichen.
Thymiantee hilft bei Erkaeltung

2. Atme durch die Nase ein, durch den Mund aus, ca. 10 – 15 Minuten lang. Ziel ist es, die heilsamen Dämpfe einzuatmen, nicht sich zu verbrühen, daher ggf. etwas kühles Wasser hinzugeben, falls es dir noch zu heiß ist oder etwas höher mit dem Kopf gehen.

3. Es wird empfohlen, 2x am Tag zu inhalieren. Danach solltest du aber mindestens eine Stunde, besser sind 2 Stunden, nicht ins Freie bzw. in die Kälte gehen. Durch das Inhalieren werden die Atemwege geöffnet und sie sind nun kälteempfindlicher.

Diese Methode ist wegen der Verbrühungsgefahr nicht so gut für kleine Kinder geeignet, Schwangere sollten mit ihrem Therapeuten zuvor reden. Alternativ gibt es auch Inhalatoren verschiedenster Art zu kaufen, ich finde jedoch die Dämpfe, die den ganzen Kopf einhüllen, als zusätzlich wohltuend.

Halsschmerzen – Gurgeln gegen das Kratzen im Hals

Wenn es im Hals kratzt, hilft Salbei. Dieses bewährte Hausmittel bei Halsschmerzen wird zum einen als Salbeitee getrunken, zum anderen als Gurgellösung genutzt. Es gibt auch verschiedene Fertigpräparate mit Salbei. Aber einen Salbeitee hat man meistens zur Hand und er ist schnell zubereitet. Mit dem abgekühlten! Tee gurgelst du mehrmals am Tag, danach solltest du mindestens 20 Minuten lang nichts essen/trinken, um die Wirkstoffe auf den Schleimhäuten nicht gleich wieder wegzuspülen.  

Salbei ist ein Hausmittel bei Erkaeltung

Salbei ist wie Thymian ein Tausendsassa unter den Heilkräutern bei Erkältung und hat ein weites Wirkungsspektrum. Er wirkt ebenfalls entzündungshemmend, antiseptisch und antiviral und gerbt den Erregern buchstäblich das Fell mit seinen Inhaltsstoffen.

Kleiner Einschub: Teezubereitung – aber richtig

Um gerade bei medizinischen Tees die bestmögliche Wirkstoffkonzentration zu erhalten, muss man ein wenig beachten: 

Du gibst deine Teekräuter in deine Tasse – Standarddosierung ist 1 TL getrocknetes Kraut oder 1 EL frisches Kraut und übergießt es mit kochendem Wasser. Die Tasse abdecken und den Tee je nach Pflanze ca. 8 – 10 Minuten ziehen lassen. Durch das Abdecken verhinderst du, dass die ätherischen Öle sich mit dem Dampf verflüchtigen und dir dann in deinem Tee fehlen. Nach dem Ziehen abseihen und bei Bedarf mit Honig süßen. Faustregel dabei ist – alle Tees für die Verdauung werden ungesüßt getrunken, da die enthaltenen Bitterstoffe sonst nicht richtig wirken können. Bei allen anderen Tees hilft Honig, als sogenanntes Medizinpferd, die Wirkstoffe schneller im Körper verfügbar zu machen. Er bietet also noch den Extrakick an Wirkung für dich.  

Ist die Stimme jedoch weg und man heiser ist, ist Inhalieren die bessere Alternative, da du die Wirkstoffe tiefer in den Hals bekommst. Wichtig ist es hier zusätzlich, die Stimme zu schonen und sich, so verlockend das auch ist, nicht zu räuspern. Und viel Kräutertee trinken!

Fazit

Das war natürlich noch lange nicht alles – es gibt noch so viele weitere Heilpflanzen, die bei Erkältungen helfen. Da wären Alant, Eibisch, Holunder, Kamille, Königskerze, Linde, Mädesüß, Spitzwegerich, Schlüsselblume, Weide, um nur einige zu nennen.  Abhängig von deinen Symptomen kannst du diese Kräuter gut kombinieren und somit Synergien schaffen. Dies hilft dir, besser durch die nervige Erkältungsphase durchzukommen. So kann die Wirkung von Thymian beim Inhalieren durch Kamille noch verstärkt werden oder man kombiniert Myrte und Salbei bei Halsschmerzen. 

Entdecke die faszinierende und wohltuende Welt der Heilkräuter und ihrer Anwendungen und finde heraus, welche Kombinationen von Heilpflanzen dir besonders guttun.

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